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Unterschied zwischen Magmatit und Sedimentgestein und metamorphes Gestein

Gegenüberstellung: links Magmatit, rechts Sedimentgestein und metamorphes Gestein

Kurz gesagt

Magmatit entsteht, wenn Magma oder Lava abkühlt und erstarrt. Sedimentgestein bildet sich aus abgelagertem Material, metamorphes Gestein durch die Umwandlung bereits vorhandenen Gesteins. B bezeichnet also zwei unterschiedliche Gesteinsgruppen, nicht eine einzelne Gesteinsart.

Der HauptunterschiedMagmatit entsteht durch Abkühlung und Erstarrung von Magma oder Lava, Sedimentgestein aus Ablagerungen und metamorphes Gestein durch die Umwandlung vorhandenen Gesteins.

BeziehungGleiche KategorieMagmatit und Sedimentgestein und metamorphes Gestein gehören zur selben Gruppe, sind aber eigenständig
Ähnlichkeit4/10

Alle drei sind Gesteinsgruppen der Erdkruste, unterscheiden sich aber vor allem durch ihre Entstehungsprozesse.

Steckbriefe

Steckbrief: Magmatit

Magmatit ist Gestein, das durch Abkühlung und Erstarrung von Magma oder Lava entsteht. Es wird auch Erstarrungsgestein oder magmatisches Gestein genannt.

  • Kristalle häufig erkennbar
  • keine Ablagerungsschichten nötig
  • entsteht aus Schmelze

Beispiel Der Granit in der Arbeitsplatte ist ein Magmatit.

Steckbrief: Sedimentgestein und metamorphes Gestein

Sedimentgestein entsteht, wenn abgelagertes Material verfestigt wird; metamorphes Gestein entsteht, wenn vorhandenes Gestein durch Druck, Wärme oder Fluide verändert wird. Die beiden Gruppen haben somit verschiedene Bildungswege.

  • Ablagerung oder Umwandlung
  • Schichten oft bei Sedimentgestein
  • Minerale bei Metamorphose verändert

Beispiel Sandstein kann als Sedimentgestein Schichten zeigen; Gneis ist metamorphes Gestein.

Auf einen Blick

MerkmalMagmatitSedimentgestein und metamorphes Gestein
Was ist es?Gestein aus erstarrter GesteinsschmelzeGestein aus Ablagerung oder Umwandlung
TypischKristallgefüge, teils grobkörnigSchichten oder umgebildete Minerale
Wofür / wann?Entstehung an Vulkanen oder in der TiefeAblagerungsräume oder tiefere Erdkruste
BeispielGranit oder BasaltSandstein oder Gneis
AusgangsmaterialMagma oder LavaSedimente beziehungsweise vorhandenes Gestein
HauptprozessAbkühlung und ErstarrungVerfestigung oder Umwandlung
BeispieleGranit, Basalt, BimssteinKalkstein, Sandstein, Gneis

Im Detail

Drei Bildungswege in der Erdkruste

Gesteine werden häufig nach ihrer Entstehung in drei Hauptgruppen eingeteilt: magmatische, sedimentäre und metamorphe Gesteine. Magmatite entstehen, wenn geschmolzenes Gestein abkühlt. Erstarrt die Schmelze unter der Erdoberfläche, kann sie langsam abkühlen; an der Oberfläche erstarrt Lava meist schneller.

Bei Sedimentgesteinen werden verwitterte Gesteinsstücke, mineralische Körner oder Reste von Lebewesen abgelagert. Mit der Zeit können Druck und mineralische Bindemittel die lockeren Ablagerungen verfestigen. Metamorphose bedeutet dagegen, dass ein bereits vorhandenes Gestein im festen Zustand verändert wird.

Was Struktur und Minerale verraten

Langsames Abkühlen tief im Erdinneren lässt Kristallen oft Zeit zum Wachsen: Granit zeigt deshalb häufig gut erkennbare Mineralkörner. Basalt entsteht meist aus rasch abkühlender Lava und ist gewöhnlich feinkörniger. Solche Unterschiede geben Hinweise auf die Abkühlungsbedingungen, sind aber nicht allein entscheidend für die Einordnung.

Sedimentgestein kann erkennbare Lagen, gerundete Körner oder Fossilien enthalten. Bei metamorphem Gestein richten sich Minerale durch gerichteten Druck häufig aus oder ordnen sich zu Bändern; Gneis ist ein bekanntes Beispiel. Nicht jedes Gestein zeigt jedoch ein leicht erkennbares Merkmal: Für eine sichere Bestimmung können mehrere Eigenschaften und der Fundort wichtig sein.

Gesteinskreislauf statt fester Reihenfolge

Die drei Gruppen sind keine Stufen, die jedes Gestein zwingend nacheinander durchläuft. Ein Magmatit kann verwittern; seine Körner können abgelagert und später zu Sedimentgestein verfestigt werden. Wird ein Gestein tiefer versenkt und erhitzt, kann daraus metamorphes Gestein entstehen.

Steigt die Temperatur so weit, dass Gestein schmilzt, kann die Schmelze nach dem Erstarren erneut Magmatit bilden. Auch metamorphes Gestein kann verwittern und Material für neue Sedimente liefern. Der Gesteinskreislauf beschreibt daher mögliche Umwandlungen, keine überall gleich ablaufende Abfolge.

Warum B zwei Gruppen zusammenfasst

Die Formulierung „Sedimentgestein und metamorphes Gestein“ fasst zwei von drei Hauptgruppen gegenüber Magmatit zusammen. Sie ist für einen Vergleich brauchbar, aber B ist keine einheitliche Gesteinsklasse: Sandstein und Gneis können sich in Entstehung, Aufbau und Aussehen deutlich unterscheiden.

Für eine genaue geologische Beschreibung sollte man daher benennen, ob ein Fund sedimentär oder metamorph ist. Die Bezeichnung „nicht magmatisch“ kann beide Gruppen gemeinsam abgrenzen, sagt aber noch nicht, auf welchem der beiden Wege das Gestein entstanden ist.

Woran erkennt man den Unterschied?

  1. Prüfen Sie zuerst, ob das Gestein sichtbare Lagen, abgerundete Körner oder Fossilien zeigt; das kann für Sedimentgestein sprechen.
  2. Achten Sie auf Bänder oder eine gerichtete Ausrichtung von Mineralen; solche Gefüge können auf Metamorphose hinweisen.
  3. Gleichmäßig ineinandergreifende Kristalle können zu einem Magmatit passen, besonders wenn keine Ablagerungsstruktur erkennbar ist.
  4. Verlassen Sie sich nicht auf Farbe allein: Verschiedene Gesteinsgruppen können ähnlich aussehen.
  5. Für eine genaue Bestimmung zählen mehrere Merkmale zusammen; bei wichtigen Funden helfen geologische Fachstellen oder Bestimmungsliteratur.

Gemeinsamkeiten

  • Alle sind natürliche Gesteine der Erdkruste.
  • Ihre Minerale und Strukturen spiegeln ihre Entstehung wider.
  • Jede Gruppe kann im Gesteinskreislauf weiter verändert werden.

Häufiger Irrtum

Irrtum: „Jeder Magmatit hat große, sichtbare Kristalle.“

Richtig: Die Korngröße hängt unter anderem von der Abkühlung ab; rasch erstarrte Magmatite wie Basalt sind meist feinkörnig.

Häufige Fragen

Ist Granit ein Magmatit?

Ja. Granit entsteht, wenn Magma in der Tiefe langsam abkühlt und erstarrt. Dabei können die Mineralkristalle vergleichsweise groß werden.

Woran erkennt man metamorphes Gestein?

Häufig zeigen sich ausgerichtete Minerale, Bänder oder eine deutliche Umformung des Gefüges. Diese Merkmale sind Hinweise, aber nicht jedes metamorphe Gestein weist sie gleich auffällig auf.

Kann aus Magmatit Sedimentgestein werden?

Ja. Durch Verwitterung kann Magmatit in Körner zerfallen, die abtransportiert und abgelagert werden. Werden solche Ablagerungen verfestigt, kann Sedimentgestein entstehen.

Stand: 25. Oktober 2026. Mit KI-Unterstützung erstellt und in einem zweiten Durchgang auf sachliche Fehler geprüft — so arbeiten wir. Ersetzt keine fachliche Beratung. Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.

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