Kunst & Kultur

Unterschied zwischen E-Gitarre und Akustikgitarre

Gegenüberstellung: links E-Gitarre, rechts Akustikgitarre

Kurz gesagt

Die E-Gitarre wandelt die Schwingungen ihrer Saiten meist mit Tonabnehmern in ein elektrisches Signal um, das über einen Verstärker hörbar gemacht wird. Bei der Akustikgitarre verstärkt vor allem der schwingende Korpus den Klang; manche Modelle lassen sich zusätzlich elektrisch verstärken.

Der HauptunterschiedBei der E-Gitarre werden Saitenschwingungen meist per Tonabnehmer in ein elektrisches Signal umgewandelt; bei der Akustikgitarre verstärkt vor allem der Korpus den Klang.

BeziehungAlternativenMan wählt E-Gitarre oder Akustikgitarre
Ähnlichkeit6/10

Beide sind Gitarren mit Saiten und werden durch Zupfen oder Anschlagen gespielt, unterscheiden sich aber vor allem in der Klangerzeugung.

Steckbriefe

Steckbrief: E-Gitarre

Eine E-Gitarre nimmt die Schwingungen ihrer Saiten meist mit elektromagnetischen Tonabnehmern auf und gibt sie als elektrisches Signal aus. Für den typischen lauten Klang wird dieses Signal über einen Verstärker wiedergegeben.

  • Tonabnehmer unter den Saiten
  • meist massiver Korpus
  • Klang elektronisch formbar

Beispiel Für das Band-Solo schließt Amir seine E-Gitarre an einen Verstärker an.

Steckbrief: Akustikgitarre

Eine Akustikgitarre erzeugt ihren Klang hauptsächlich durch die Schwingung des Korpus, der die Saitenschwingungen hörbar verstärkt. Dazu zählen etwa klassische Gitarren mit Nylonsaiten und Westerngitarren mit Stahlsaiten.

  • Resonanzkörper verstärkt Klang
  • auch ohne Strom hörbar
  • Nylon- oder Stahlsaiten

Beispiel Am Lagerfeuer begleitet Lea das Lied auf ihrer Akustikgitarre.

Auf einen Blick

MerkmalE-GitarreAkustikgitarre
Was ist es?Gitarre mit Tonabnehmern und elektrischem AusgangssignalGitarre, deren Korpus die Saiten hörbar verstärkt
TypischVerstärker, Effekte und ein klar formbarer KlangOhne Verstärker hörbarer Klang; die Lautstärke hängt unter anderem von Bauform und Anschlag ab.
Wofür / wann?Bandmusik, verzerrte Klänge und laute BühnenUnplugged-Musik, Gesangsbegleitung und akustische Stücke
BeispielRockriff über VerstärkerLiedbegleitung ohne Strom
KlangverstärkungTonabnehmer und meist VerstärkerKorpus als natürlicher Resonanzraum
LautstärkeMit Verstärker stark steigerbarDurch Korpus und Anschlag begrenzt
KlanggestaltungVerstärker und Effekte verändern den SoundSpielweise und Bauart prägen den Klang

Im Detail

Wie die E-Gitarre ihr Signal erzeugt

Bei vielen E-Gitarren liegen magnetische Tonabnehmer unter den Stahlsaiten. Eine schwingende Saite verändert das Magnetfeld; der Tonabnehmer wandelt diese Veränderung in ein elektrisches Signal um. Ein Kabel leitet es gewöhnlich zum Verstärker.

Der Verstärker macht das Signal hörbar und kann den Klang zugleich verändern. Verzerrung, Hall oder andere Effekte entstehen meist in elektronischen Geräten oder digitaler Software, nicht dadurch, dass die Gitarre selbst einen großen Resonanzkörper hätte. Auch unverstärkt klingt eine E-Gitarre, aber deutlich leiser.

Warum der Korpus bei der Akustikgitarre wichtig ist

Bei einer Akustikgitarre übertragen Saiten und Steg ihre Schwingungen auf die Decke und den Korpus. Der Hohlraum und die schwingenden Flächen tragen dazu bei, den Ton zu verstärken und zu färben. Holzart, Bauform und Verarbeitung beeinflussen den Klang, ohne dass ein einzelner Faktor allein alles bestimmt.

„Akustikgitarre“ ist ein Sammelbegriff für verschiedene Bauarten. Eine Konzert- oder klassische Gitarre hat häufig Nylonsaiten; eine Westerngitarre meist Stahlsaiten und einen anderen Korpus. Auch eine Akustikgitarre mit eingebautem Tonabnehmer bleibt eine Akustikgitarre: Sie kann natürlich klingen und zugleich an eine Anlage angeschlossen werden.

Spielgefühl und musikalische Möglichkeiten

Die Bauweise beeinflusst, wie sich eine Gitarre anfühlt. E-Gitarren haben oft einen schmaleren Hals und Saiten, die sich vergleichsweise leicht herunterdrücken lassen; das hängt jedoch vom konkreten Modell und seiner Einstellung ab. Bei Westerngitarren können Stahlsaiten für manche Einsteiger zunächst ungewohnt sein, während Nylonsaiten sich anders anfühlen und klingen.

Auf einer E-Gitarre lassen sich einzelne Töne lange halten und durch Spieltechniken oder Effekte verändern. Akustikgitarren eignen sich oft zur Gesangsbegleitung, besonders in kleinen Räumen, in denen ihr Klang ohne Verstärkung gut hörbar ist. Beide Instrumente können aber in vielen Stilrichtungen eingesetzt werden; das Genre allein entscheidet nicht über den Gitarrentyp.

Verstärkung und besondere Bauformen

Eine akustische Gitarre kann mit einem Mikrofon oder einem eingebauten Tonabnehmer verstärkt werden. Das ist praktisch auf der Bühne, weil ein Mikrofon allein bei Bewegung oder hoher Bühnenlautstärke schwieriger einzusetzen sein kann. Der verstärkte Klang hängt dann auch von Mikrofon, Tonabnehmer, Anlage und Einstellungen ab.

Nicht jede E-Gitarre hat einen massiven Korpus: Es gibt auch Modelle mit Hohlräumen oder vollständig hohlem Korpus. Entscheidend für die übliche Einordnung ist daher nicht allein die äußere Form, sondern wie der Klang hauptsächlich erzeugt und verstärkt wird. Die Bezeichnungen beschreiben typische Bauweisen, keine ausnahmslosen Regeln.

Wann nimmt man was?

  1. Wählen Sie eine Akustikgitarre, wenn Sie ohne Verstärker spielen und unkompliziert singen begleiten möchten.
  2. Wählen Sie eine E-Gitarre, wenn Sie einen Verstärker nutzen und Klang oder Lautstärke stark formen wollen.
  3. Probieren Sie die Saiten aus: Nylon, Akustik-Stahl und E-Gitarren-Saiten fühlen sich unterschiedlich an.
  4. Berücksichtigen Sie das ganze Setup: Bei der E-Gitarre kommen meist Verstärker, Kabel und gegebenenfalls Effekte hinzu.
  5. Wenn Sie flexibel bleiben möchten, prüfen Sie eine akustische Gitarre mit Tonabnehmer oder ein passendes Verstärkersystem.

Gemeinsamkeiten

  • Beide haben Saiten, einen Hals und meist Bünde.
  • Sie werden typischerweise mit den Fingern oder einem Plektrum gespielt.
  • Akkorde, Melodien und Begleitungen sind auf beiden möglich.
  • Spieltechnik, Saiten und Einstellung beeinflussen den Klang.

Häufiger Irrtum

Irrtum: „Eine Akustikgitarre kann man nicht verstärken.“

Richtig: Viele Akustikgitarren lassen sich mit Mikrofon oder eingebautem Tonabnehmer an eine Anlage anschließen.

Irrtum: „Eine E-Gitarre ist ohne Verstärker völlig stumm.“

Richtig: Ihre Saiten und ihr Korpus klingen auch unverstärkt, gewöhnlich aber viel leiser als eine Akustikgitarre.

Häufige Fragen

Kann man auf einer E-Gitarre ohne Verstärker üben?

Ja, die Saiten sind unverstärkt hörbar, aber der Klang ist leise und unterscheidet sich vom verstärkten Ton. Für lautloses Üben eignen sich je nach Modell ein Kopfhörerverstärker oder ein Audio-Interface mit Kopfhörern.

Ist eine Westerngitarre dasselbe wie eine Akustikgitarre?

Eine Westerngitarre ist eine bestimmte Art von Akustikgitarre, meist mit Stahlsaiten. Der Oberbegriff umfasst auch andere Bauarten, zum Beispiel die klassische Gitarre mit Nylonsaiten.

Welche Gitarre ist für Anfänger besser?

Das hängt von Musikstil, gewünschtem Klang und Spielgefühl ab; eine grundsätzlich beste Wahl gibt es nicht. Lassen Sie sich nach Möglichkeit beide Typen zeigen und probieren Sie aus, welche Saiten und welches Instrument Ihnen besser liegen.

Stand: 25. Oktober 2026. Mit KI-Unterstützung erstellt und in einem zweiten Durchgang auf sachliche Fehler geprüft — so arbeiten wir. Ersetzt keine fachliche Beratung. Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.

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