Unterschied zwischen Monstera und Ficus

Kurz gesagt
Monstera und Ficus sind Pflanzengattungen aus unterschiedlichen Familien: Die Monstera gehört zu den Aronstabgewächsen, der Ficus zu den Maulbeergewächsen. Als Zimmerpflanzen unterscheiden sie sich meist an ihren Blättern und ihrem Wuchs; beide Gattungen umfassen jedoch viele Arten.
Der HauptunterschiedMonstera gehört zu den Aronstabgewächsen, Ficus zu den Maulbeergewächsen; viele Monstera-Arten klettern und bilden geschlitzte Blätter, während Ficus-Arten vielfältiger wachsen.
Beide Gattungen sind beliebte Zimmerpflanzen, unterscheiden sich aber in Blattform und Wuchs; zudem umfasst jede viele verschiedene Arten.
Steckbriefe
Steckbrief: Monstera
Monstera ist eine Gattung tropischer Pflanzen. Viele Arten wachsen kletternd und entwickeln im Lauf des Wachstums charakteristische Blattschlitze oder -löcher.
- große, oft geteilte Blätter
- kletternder Wuchs
- Luftwurzeln
Beispiel Die Monstera im Wohnzimmer wächst an einer Rankhilfe nach oben.
Steckbrief: Ficus
Ficus ist eine artenreiche Pflanzengattung. Zu ihr zählen Bäume, Sträucher und Kletterpflanzen, darunter mehrere verbreitete Zimmerpflanzen.
- vielfältige Wuchsformen
- oft ledrige Blätter
- Feigenfrüchte bei vielen Arten
Beispiel Der Ficus benjamina steht als kleiner Baum im hellen Flur.
Auf einen Blick
| Merkmal | Monstera | Ficus |
|---|---|---|
| Was ist es? | Gattung tropischer Pflanzen mit vielen Kletterarten | Artenreiche Gattung mit Bäumen, Sträuchern und Kletterpflanzen |
| Typisch | Kletterpflanze mit großen, oft gefensterten Blättern | Je nach Art Baum, Strauch oder Kletterpflanze |
| Wofür / wann? | Vor allem als dekorative Zimmerpflanze | Als Zimmerpflanze, Ziergehölz oder Nutzpflanze |
| Beispiel | Monstera deliciosa | Ficus benjamina |
| Wuchsverhalten | Viele Arten klettern mithilfe ihrer Luftwurzeln | Je nach Art Baum, Strauch oder Kletterpflanze |
| Blattform | Bei vielen Arten geschlitzt oder durchlöchert | Je nach Art sehr verschieden |
| Blütenstand | Kolben mit umhüllendem Hochblatt | Feigenblüten in einem verschlossenen Blütenstand |
| Bekannte Zimmerpflanzen | Monstera deliciosa, Monstera adansonii | Ficus benjamina, Ficus elastica |
Im Detail
Zwei verschiedene Pflanzengattungen
„Monstera“ und „Ficus“ sind keine Namen für jeweils eine einzelne Pflanze, sondern botanische Gattungsnamen. Beide Gattungen enthalten zahlreiche Arten, deren Aussehen und Ansprüche sich unterscheiden können. Deshalb ist ein Vergleich zwischen den Gattungen nur eine grobe Orientierung; für die Pflege zählt auch die konkrete Art.
Die beiden Gattungen sind botanisch nicht nahe verwandt, auch wenn sie häufig gemeinsam als tropische Zimmerpflanzen angeboten werden.
Blätter und Wuchs im Vergleich
Bei bekannten Monstera-Zimmerpflanzen fallen die großen Blätter auf. Bei manchen Arten entstehen mit zunehmender Reife Einschnitte bis zur Blattkante oder Löcher in der Blattfläche. Das ist jedoch kein Merkmal jeder jungen Monstera und auch nicht bei jeder Art gleich ausgeprägt.
Ficus-Arten lassen sich nicht an einer einzigen Blattform erkennen: Der Ficus benjamina hat vergleichsweise kleine, spitze Blätter, der Gummibaum (Ficus elastica) größere und dickere. Auch der Wuchs variiert stark. Ein Ficus kann als Baum oder Strauch wachsen; viele Monstera-Arten klettern mithilfe ihrer Luftwurzeln an Stämmen oder Rankhilfen empor.
Blüten und Früchte
Wie andere Aronstabgewächse bildet eine Monstera einen Blütenkolben, der von einem auffälligen Hüllblatt umgeben ist. Bei der Zimmerpflanze sind Blüten und Früchte unter üblichen Wohnraumbedingungen eher selten. Bei Monstera deliciosa ist die reife Frucht essbar; unreife Pflanzenteile können durch Calciumoxalat reizend wirken.
Ficus-Arten bilden ihre Blüten im Inneren eines besonderen, beinahe geschlossenen Blütenstands, der sich später zur Feige entwickelt. Die Bestäubung ist bei vielen Arten eng mit Feigenwespen verbunden. Die Feigen solcher Zimmerpflanzen sind nicht automatisch als Lebensmittel geeignet; Art und Reife sind entscheidend.
Was bei der Pflege auffällt
Eine Monstera braucht als Kletterpflanze oft mehr Platz in der Höhe und kann von einer stabilen Rankhilfe profitieren. Ihre großen Blätter zeigen Staub deutlich, weshalb vorsichtiges Abwischen hilfreich ist. Die einzelnen Arten unterscheiden sich allerdings in Größe und Lichtbedarf.
Bei Ficus hängt die Pflege ebenfalls von der Art ab. Ein Ficus benjamina kann auf Standortwechsel oder veränderte Bedingungen mit Blattfall reagieren; das gilt nicht gleichermaßen für jeden Ficus. Wer eine Pflanze auswählt, sollte deshalb den vollständigen Artnamen prüfen und nicht allein nach dem Gattungsnamen entscheiden.
Woran erkennt man den Unterschied?
- Achten Sie auf den Pflanzenzettel: Der botanische Name nennt die Gattung und oft auch die Art.
- Prüfen Sie die Blätter: Große, später geschlitzte Blätter sprechen bei Zimmerpflanzen häufig für eine Monstera.
- Beachten Sie den Wuchs: Eine Kletterpflanze mit Luftwurzeln passt oft zu Monstera; ein kleiner Baum kann ein Ficus sein.
- Verlassen Sie sich nicht allein auf die Blattform: Ficus-Arten sehen untereinander sehr verschieden aus.
- Bei unbekannten Pflanzen nicht kosten: Manche Pflanzenteile können reizen oder sind nicht zum Verzehr geeignet.
Gemeinsamkeiten
- Beide Gattungen umfassen tropische Blütenpflanzen.
- Arten aus beiden Gattungen werden als Zimmerpflanzen gehalten.
- Licht, Temperatur und Wasserbedarf hängen von der jeweiligen Art ab.
Häufige Fragen
Ist ein Gummibaum eine Monstera oder ein Ficus?
Der Gummibaum ist ein Ficus, botanisch meist Ficus elastica genannt. Er gehört zu den Maulbeergewächsen, nicht zu den Aronstabgewächsen.
Welche Pflanze bekommt die typischen Löcher in den Blättern?
Solche Blattfenster sind bei mehreren Monstera-Arten typisch, besonders bei ausgewachsenen Pflanzen. Nicht jede Art und nicht jedes Entwicklungsstadium zeigt sie gleich deutlich.
Sind die Früchte von Monstera und Ficus essbar?
Das hängt von der Art und vom Reifegrad ab. Die reife Frucht der Monstera deliciosa ist essbar, unreife Teile können reizen; Ficus-Früchte aus Zimmerpflanzen sollte man nicht ohne sichere Bestimmung verzehren.





